Was sind Krampfadern?
Unter Varizen, die im Volksmund auch Krampfadern genannt werden, versteht man die krankhafte Erweiterung und Schlängelung oberflächlicher Venen (Adern) an den Beinen. Oft führen diese zu erheblichen Leiden bei den Betroffenen.
Krampfadern entstehen durch eine Druckerhöhung in den Venen, was häufig durch stehende Berufe oder nach Schwangerschaften auftreten kann. Auch eine Bindegewebsschwäche der Venenwand kann ein möglicher Auslöser für die Bildung von Krampfadern sein.
Was sind die typischen Symptome?
Typische Symptome des Krampfaderleidens sind Schweregefühl in den Beinen -insbesondere bei längerem Stehen, kosmetische Beeinträchtigung durch hervortretende, geschlängelte und erweiterte Venen, bläuliche bis bräunliche Hautverfärbungen (in erster Linie am Unterschenkel innen), Hautjucken sowie Beingeschwüre (im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung).
Wie werden Krampfadern diagnostiziert?
Folgende Untersuchungen werden zur individuellen Diagnose herangezogen:
Die Phlebographie sowie die Ultraschalluntersuchung sind gängige Methoden, um die Durchgängigkeit der tiefen Venen festzustellen. Ferner kann das Nichtfunktionieren von Venenklappen, das zum sogenannten Reflux (Rückfluss von Venenblut) führt, durch diese Untersuchungen festgestellt werden.
Wie wird operiert?
Folgende Operationsmethoden werden in der 310Klinik angeboten:
• Krossektomie: Bei dieser Methode wird über einen kleinen Schnitt in der Leistenregion oder in der Kniekehle eine Unterbrechung der Verbindung zwischen der V. saphena magna (große Beinvene) und der Oberschenkelvene bzw. zwischen der V. saphena parva und der Unterschenkelvene, vorgenommen. Dabei wird zunächst der Mündungsteil abgetragen und anschließend sämtliche Seitenäste sowie die Unterbindung der Stammvenen, an der Einmündung in das tiefe Venensystem, abgetrennt.
• Stammvenenresektion: Bei dieser Methode wird die V. saphena magna oder parva teilweise oder komplett entfernt. Gesunde Venensegmente werden dabei weder entfernt, noch beschädigt.
• Exhairese von Seitenästen: Bei dieser Methode kommt es zu einer Teilentfernung der Vene. Diese Teilentfernung (Phlebektomie) wird mittels feiner Klemmen über einen minimalen Hauteinschnitt vorgenommen. Im Einzelfall kann diese Methode in Kombination mit einer Verödungstherapie vorgenommen werden.
Bei Bedarf steht Ihnen unser Chefarzt der Chirurgie, Dr. med. Tobias Stangl jeder Zeit gern zu einem persönlichen Beratungsgespräch zur Verfügung und nimmt sich die Zeit, um eine maßgeschneiderte Lösung für Sie zu finden und Ihnen jegliche Sorgen bezüglich des bevorstehenden Eingriffs zu nehmen.




